Margarethe's Blog aus Liechtenstein

Zauber der Rauhnächte

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Zauber der Rauhnächte 

Die Rauhnächte beginnen jährlich an der Wintersonnenwende am 21. Dezember, an den sogenannten Tagen zwischen den Jahren. Den Anfang der Rauhnächte machen die Julnächte vom 21. – 24. Dezember, oder auch der Mittwinter genannt. Es ist die Zeit der inneren Reinigung, der inneren Einkehr und der Stille.

Aber auch die Tage davor, also jetzt schon bis zum 24. Dezember sind bestens geeignet um sich darauf vorzubereiten. Sei dies um vor allem Zeit freizuschaufeln, aufzuräumen, auszumisten oder Platz zu machen für Neues. Nehmt euch ein schönes Büchlein um alles das euch in den Sinn kommt, schon darin zu notieren. Die Nacht vom 21. Dezember, auch Thomasnacht genannt ist die längste und dunkelste Nacht des Jahres und auch auch der kürzeste Tag des Jahres. Früher war der Thomastag auch der Tag der Richter und der Räte. Es hiess, das man in dieser Nacht in die Zukunft sehen kann um das Schicksal neu zu weben.

Es gibt viele alte Bräuche und Rituale in der Thomasnacht. Ein paar Rituale die ich euch für die Thomasnacht empfehlen kann, sind:

-Räume räuchern Räucherwerkzeuge bekommt man im Fachhandel, aktuell auch auf den Weihnachtsmärkten, oder sammelt diese in der Natur)

- aufschreiben was man im alten Jahr loslassen möchte – dazu nimmt man ein Blatt oder Papierkärtchen und schreibt die Gedanken dazu auf. Anschliessend wird das Blatt gefaltet und in einem Feuer (Kamin, Holzherd, Feuerschale, etc.) verbrannt.

- eine Wunschliste für das neue Jahr schreiben (dabei dürft ihr jeden Wunsch aufschreiben)

Stellt euch dazu ein paar Fragen

- Wovon möchte ich mich befreien?

- Wie kann ich mich öffnen um Neues zu empfangen?

- Welche Erkenntnisse habe ich in letzter Zeit gewonnen?

- Welche Erfahrungen durfte ich machen?

- Was kündigt sich Neues an?

Mit diesen Gedanken und Themen seid ihr bereits in der Zwischenwelt und öffnet euch für die Zeit zwischen den Jahren. Schreibt eure Gedanken und Träume in dieser Zeit unbedingt auf. Auch Visionen können so empfangen werden, seid offen für das Neue und lasst das Alte oder nicht mehr Passende, gehen. In diesen Nächten zwischen den Jahren, besteht die Möglichkeit sich neu auszurichten und unsere Kräfte zum Wohle aller einzusetzen. Im Einklang mit uns Selbst gehen wir den neuen Weg.

Schon viele Jahre am 21. Dezember nehme ich mir die Zeit um dieses Ritual durchzuführen, ob alleine oder gemeinsam mit lieben Menschen. Es ist immer sehr eindrücklich und für mich hat der Beginn der Rauhnächte immer eine besondere Stimmung und ich möchte diese Zeit nicht missen. Meine Grosseltern waren diejenigen der mir diese spezielle Zeit nähergebracht haben. An viele Erzählungen kann ich mich erinnern, als wir um den schweren Eichentisch sassen, wenn es früh dunkel war und sie uns in diese geheimnisvolle Zeit mit eintauchen liessen.

Tipp: Ein kleines Notizbuch, und ein Schreibstift, griffbereit neben dem Bett um auch Nachts die Träume und Gedanken während den Rauhnächten aufzuschreiben.

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